FAQ
Wir haben die Antworten zu deinen Fragen

FAQ
Dein Weg auf die Strasse
Dein Weg zum Lernfahrausweis Kategorie A und B
• Nothelferkurs
• Sehtest und Formular einreichen
• Theorie lernen & Theorieprüfung bestehen
• Lernfahrausweis erhalten
Dein Weg zum Führerausweis in der Schweiz
• Fahrstunden & private Lernfahrten
• Verkehrskundeunterricht (VKU)
• Praktische Autoprüfung
• Nach der Führerprüfung erhältst du den Führerausweis auf Probe
• WAB Kurs innerhalb eines Jahres besuchen
Allgemeine Fragen zur Fahrausbildung
Ist der Nothelferkurs obligatorisch?
Ja, der Nothelferkurs ist für den Erwerb des Lernfahrausweises obligatorisch und vermittelt wichtige Kenntnisse für Notfallsituationen im Strassenverkehr. Er kann bereits ab 14 Jahren absolviert werden und ist 6 Jahre gültig.
Wann muss ich den Verkehrskundeunterricht (VKU) besuchen?
• Voraussetzung:
Du kannst den Kurs erst besuchen, wenn du im Besitz eines gültigen Lernfahrausweises bist.
• Empfehlung:
Es ist ratsam, den VKU frühzeitig zu Beginn der praktischen Fahrausbildung zu absolvieren, da das dort vermittelte Wissen (z. B. Verkehrssinn, Gefahrenerkennung) direkt in den Fahrstunden angewendet werden kann.
Wie viele Fahrstunden sind obligatorisch?
In der Schweiz gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl an Fahrstunden. Die benötigte Anzahl variiert je nach individuellem Talent und Vorwissen. Im Durchschnitt benötigen Fahrschülerinnen und Fahrschüler jedoch etwa 32 Lektionen bei einer Fahrschule.
Autofahren mit 17: Darf ich das? Lernphase von zwölf Monaten
Ja, in der Schweiz dürfen 17-Jährige mit einem Lernfahrausweis unter Begleitung Auto fahren.
Alle unter 20-Jährige müssen eine Lernphase von zwölf Monaten mit begleiteten Lernfahrten durchlaufen, ehe sie die praktische Autoprüfung absolvieren dürfen.
Das Ziel der Lernphase ist es, genügend Erfahrungen zu sammeln, damit du dich später im Verkehr sicher bewegst und dich vor Unfällen schützt.
Wir empfehlen dir, zu Beginn deiner Fahrausbildung bei uns eine professionelle Grundausbildung zu absolvieren und dieses Wissen dann mit Privatfahrten zu vertiefen.
Prüfungsvorbereitung 3000 Kilometer begleitete Übungsfahrten?
Die 3000 km für die Prüfungsvorbereitung sind eine Empfehlung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), die eine Kombination aus professionellen Fahrstunden und privaten Übungsfahrten mit einer Begleitperson vorsieht, um Sicherheit und Routine aufzubauen.
Diese Strecke entspricht etwa 100 Stunden und dient dazu, alle Situationen zu üben – vom Parkplatz bis zum Autobahnverkehr – in enger Absprache mit der Fahrschule, um optimal auf die praktische Prüfung vorbereitet zu sein.
Was du wissen solltest:
- Ziel: Die bfu empfiehlt 3000 km (ca. 100 Stunden) als Zielwert, um genügend Routine zu entwickeln.
- Aufteilung: Diese Kilometer werden durch eine Mischung aus Fahrschulstunden und privaten Übungsfahrten erreicht.
- Wichtigkeit: Private Lernfahrten sind eine wichtige Ergänzung, ersetzen aber nie die professionelle Ausbildung.
- Zusammenarbeit mit der Fahrschule: Bespreche die Inhalte für private Übungsfahrten mit deinem Fahrlehrer/in, um gezielt zu üben.
- Umfang: Übe in verschiedenen Situationen: Stadt, Land, Nacht, Tag und bei unterschiedlichen Wetterbedingungen.
Was kostet der Führerschein im Durchschnitt?
Die Gesamtkosten variieren stark je nach Kanton, Fahrschule und der Anzahl benötigter Fahrstunden. Bei 20 Lektionen belaufen sich die Gesamtkosten für den Führerschein auf ca. CHF 3’000.-. Die Kosten für einzelne Fahrstunden (50 Minuten) liegen typischerweise um die CHF 80.- bis 90.-.
Kann ich den Lernfahrausweis im Ausland verwenden?
Nein, der Schweizer Lernfahrausweis ist ausschliesslich für Fahrten innerhalb der Schweiz gültig.
Häufige Fragen zu Fahrstunden
Fragen zu der Autoführerprüfung
Sind Fahrstunden obligatorisch?
Fahrstunden sind in der Schweiz nicht obligatorisch. Fahrstunden beim Profi zu besuchen ist sehr empfehlenswert, um sicherheitsrelevantes Wissen und Prüfungstipps zu lernen.
Wie viele Fahrstunden brauche ich durchschnittlich?
Der gesamtschweizerische Durchschnitt der letzten Jahre liegt bei 32 Fahrstunden (Statistik). Im gleichen Atemzug spricht man von 60 bis 70 Stunden (Fahrschule und private Fahrten), die optimale Vorbereitungszeit, um eine nachhaltige praktische Prüfung abzulegen.
Diese Zahlen können natürlich nach oben wie nach unten abweichen. Dies hängt von verschiedenen Faktoren (Lernfähigkeit, Motivation, Konzentration, Auffassungsgabe, Talent, private Fahrten usw.) ab.
Was brauche ich für die erste Fahrstunde?
Einen gültigen Lernfahrausweis und Motivation. In der ersten Doppellektion wird oft das Fahrzeug und die Grundlagen auf dem Übungsplatz geübt, bevor es in den Verkehr geht.
Gibt es eine Mindestanzahl an Stunden?
Nein, es gibt keine gesetzliche Mindestanzahl an Fahrstunden, aber der Fahrlehrer entscheidet, wann du Prüfungsreif bist.
Soll ich meine Fahrausbildung auf Automatik oder Handschaltung ausrichten?
In der Schweiz darfst du seit der Gesetzesänderung 2019 mit einem Automatik-Führerschein auch manuell geschaltete Autos fahren, ohne eine zusätzliche Prüfung ablegen zu müssen. Du darfst es aber erst, wenn du es wirklich gelernt hast.
Die Entscheidung zwischen Automat und Handschaltung hängt von deinen Vorlieben ab: Mit dem Automaten lernst du, da du dich auf den Verkehr konzentrieren, während du mit der Handschaltung ein besseres Gefühl fürs Auto entwickelst, aber der Umstieg auf den Automaten ist einfacher als umgekehrt.
Es ist ratsam, mit dem Automaten zu starten und bei Bedarf einige Stunden mit Handschaltung zu absolvieren, um beide zu beherrschen, was dich für alle Fälle rüstet.
Wann darf ich mit dem «L» auf die Autobahn?
In der Schweiz darfst du als Lernfahrer oder Lernfahrerin erst auf die Autobahn, wenn du prüfungsreif bist oder bereits einen festen Termin für die praktische Fahrprüfung hast.
Am besten fragst du deinen Fahrlehrer wann du bereit für die Autobahn bist, da bei einem Unfall ohne Prüfungsreife hohe finanzielle Konsequenzen drohen können, wie z.B. Regress der Versicherung. Das blaue „L“ muss sichtbar am Fahrzeug angebracht sein.
Gibt es Pflichtkurse vor der Führerprüfung?
Ja, der Nothelferkurs (NHK) (10h) und der Verkehrskundeunterricht (VKU) (8h) sind obligatorisch, bevor die praktische Prüfung abgelegt werden darf.
Gibt es Pflichtkurse nach der Autoprüfung?
Wer den Kurs nicht fristgerecht besucht, riskiert eine Busse.
Was sind die Anforderungen an die Begleitperson bei Lernfahrten?
- Alter: Mindestens 23 Jahre.
- Führerausweis: Besitz des unbefristeten Führerausweises Kat. B seit mindestens 3 Jahren.
- Position: Sitzt auf dem Beifahrersitz (Ausnahmen für Parkieren/Übungsplatz).
- Verantwortung: Sorgt für eine gefahrlose Fahrt, kennt die Verkehrsregeln und passt die Route an den Lernenden an.
- Ausrüstung: Muss leichten Zugang zur Handbremse haben.
Was sind die Regeln für das Fahrzeug und die Fahrt bei Lernfahrten?
- Lernfahrausweis: Erst nach bestandener Theorieprüfung erhältlich.
- «L»-Schild: Muss gut sichtbar am Fahrzeug angebracht werden.
- Fahrzeugtyp: Kann ein privates Auto sein oder ein speziell ausgerüstetes Fahrzeug (z.B. MobilityPLUS, wenn beide ein Abo haben).
- Fahrweise: Beginnt auf Übungsplätzen, schwierige Manöver (Wenden, Anfahren am Hang) erst später auf verkehrsarmen Strassen, Autobahnen nur prüfungsreif.
- Keine weiteren Personen: Ausser Lernfahrer und Begleitperson dürfen keine weiteren Personen mitfahren (Ausnahmen gelten für Fahrlehrer/in).
Brauche ich für die Lernfahrten eine Versicherung?
Grundsätzlich gilt: Die Fremdlenkerversicherung übernimmt die Kosten bei Schäden, die mit oder ohne Vollkasko bei einem Schaden am Ende übrigbleiben.
Bitte das Kleingedruckte lesen:
Die Versicherungen definieren ganz genau, unter welchen Bedingungen und wie häufig oder wie regelmässig das fremde Auto benutzt werden darf. Ob man eine solche Versicherung abschliessen muss, ist der Fahrzeughalterin oder dem Fahrzeughalter überlassen. Üblicherweise wird darauf verzichtet, wenn das Fahrzeug einem Familienmitglied gehört.
Das «Führen fremder Motorfahrzeuge» ist Teil der eigenen Privathaftpflichtversicherung. Junge Personen in der Ausbildung, die noch im Haushalt ihrer Eltern leben, sind in deren Privathaftpflichtversicherung mitversichert.
Darf ich privat mit Flip-Flops fahren?
Erlaubt oder gefährlich?
Gerade im Sommer stellt sich vielen Autofahrerinnen und Autofahrern die Frage: Darf man eigentlich mit Flip-Flops Auto fahren?
Die Antwort mag überraschen: Ja, es ist erlaubt – aber mit Einschränkungen und Risiken.
Kein gesetzliches Verbot
Zunächst einmal das Wichtigste:
Es gibt kein Gesetz, das das Fahren mit Flip-Flops oder ähnlichem offenen Schuhwerk explizit verbietet.
Rein rechtlich ist es also zulässig, in Flip-Flops hinter dem Steuer zu sitzen.
Die Sorgfaltspflicht bleibt
Trotzdem gilt die sogenannte Sorgfaltspflicht:
Laut Straßenverkehrsordnung muss der Fahrzeugführer das Auto jederzeit sicher beherrschen können – und dazu gehört natürlich auch eine sichere Kontrolle über die Pedale.
Flip-Flops bieten diese Kontrolle nur eingeschränkt.
Gefahr bei Notbremsungen
Lose Schuhe wie Flip-Flops können vom Fuß abrutschen oder sich zwischen den Pedalen verfangen.
Das ist besonders bei plötzlichen Bremsmanövern gefährlich.
Die Folge: Verzögerte Reaktion und erhöhte Unfallgefahr.
Empfehlung der Experten
Fahrlehrer und Verkehrssicherheitsexperten empfehlen, beim Autofahren festes, geschlossenes Schuhwerk zu tragen.
Das erhöht nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer.
Versicherungsrisiken bei einem Unfall
Besonders brisant:
Sollte es zu einem Unfall kommen, bei dem das ungeeignete Schuhwerk eine Rolle gespielt hat,
kann dies als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden.
Die Konsequenz: Leistungskürzungen durch die Versicherung sind möglich.
Fazit: Erlaubt, aber riskant
Auch wenn das Fahren mit Flip-Flops rechtlich erlaubt ist, bleibt es eine unsichere Entscheidung.
Wer auf Nummer sicher gehen will – auch in versicherungstechnischer Hinsicht – sollte lieber auf festes Schuhwerk setzen.
So bleibt man nicht nur auf der sicheren Seite, sondern schützt sich und andere.
Wer haftet, wenn bei privaten Lernfahrten etwas passiert?
Deine Begleitperson haftet. Sie muss dafür Sorge tragen, dass die Lernfahrten gefahrlos durchgeführt werden können. Die Person ist dabei für alles haftbar – beispielsweise, wenn Verkehrsvorschriften nicht eingehalten werden oder gar ein Unfall verursacht wird.
Was muss ich zur praktischen Fahrprüfung mitnehmen?
Du musst einen gültigen Ausweis (ID oder Pass), deinen Lernfahrausweis und, falls vorhanden, deinen bisherigen Führerschein z.B. Kategorie A1/A dabeihaben. Ausserdem benötigst du den Fahrzeugausweis des Prüfungsfahrzeugs.
Wie lange dauert die Fahrprüfung in Zürich und Umgebung?
Die praktische Führerprüfung dauert ± 50 Minuten und wird von einer Expertin bzw. einem Experten vom Strassenverkehrsamt durchgeführt.
Bevor du deine praktische Autoprüfung antrittst, üben wir gemeinsam alle möglichen Prüfungssituationen, sodass du entspannt zur Führerprüfung fahren kannst.
Mit welchem Fahrzeug fahre ich an der Autoprüfung?
In der Regel fährst du bei der Autoprüfung mit deinem gewohnten Fahrschulauto, in welchem du auch deine Fahrstunden absolviert hast.
Ich habe Angst vor der Autoprüfung. Was kann ich tun?
Deine Nervosität vor einer Prüfung ist völlig normal und sogar gut, um dich auf die geforderten Aufgaben fokussieren zu können. Die Angst verfliegt meistens kurz nach dem Beginn der Autoprüfung, da du dich dann aufs Fahren konzentrierst.
Wichtig: Vermeide Experimente mit Beruhigungsmedikamenten, die du nicht kennst. Diese könnten unter Umständen deine Fahrtüchtigkeit gefährden. Nimm dir vor der Prüfung ausserdem genügend Zeit und verzichte auf zusätzliche Termine, um zusätzlichen Stress zu vermeiden.
Ausserdem wirst du zur Vorbereitung auf deine Autoprüfung mehrere Wochen zuvor zusammen mit uns verschiedene Prüfungsrouten abfahren und speziell komplexe Verzweigungen anschauen, sodass du dir wegen der Autoprüfung keine Sorgen machen musst.
Dabei repetieren wir immer wieder alle Manöver, um alles zu festigen. Danach bist du ausreichend vorbereitet, um zuversichtlich an die praktische Führerprüfung zu fahren.
Sprich uns auf deine „Angst vor der Autoprüfung“ an – wir können und werden dir gerne helfen!
Was wird von mir an der Führerprüfung verlangt?
Bei der Autoprüfung geht es darum zu prüfen, ob du dich in den realen Verkehrssituationen angepasst verhalten kannst und dabei auch die Strassenverkehrsregeln einhältst. Damit du dir einen Überblick darüber verschaffen kannst, was alles an der Führerprüfung von dir erwartet wird:
- Deine Fahrweise, die die Umwelt schont (ecoDRIVE), indem du möglichst wenig Lärm und Abgase verursachst.
- Vorausschauendes Verhalten: Du fährst so, damit du Gefahren früh erkennst und sie vermeiden kannst.
- Korrekte Benützung von Fahrbahn und Fahrstreifen: Das betrifft das richtige Einspuren sowie korrekte Halten des Fahrzeugs innerhalb der Fahrbahn.
- Richtiges Verhalten beim Einfügen in den Verkehr: Hier wird darauf geachtet, ob du beim Einspuren, Abbiegen und beim Wechsel des Fahrstreifens korrekt handelst.
- Fahrweise und Geschwindigkeit: Bist du in der Lage, deine Fahrweise und Geschwindigkeit den Verhältnissen auf der Strasse, im Verkehr und bezüglich der Sicht anzupassen?
- Auch vorausschauendes und angemessen vorsichtiges Befahren von Verzweigungen wird bewertet: Hast du den nötigen Überblick, ohne den Verkehrsfluss zu bremsen?
- Verkehrsgerechte Handhabung des Vortrittsrechts – zum Beispiel beim Rechtsvortritt, bei Hindernissen auf der eigenen Fahrbahn oder beim Befahren eines Verkehrskreisels.
- Kannst du einen angemessenen Abstand beim Neben- und Hintereinanderfahren einhalten?
- Verhältst du dich richtig an Fussgängerstreifen sowie gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln und deren Fahrgästen?
- Nimmst du beim Fahren Rücksicht auf andere, besonders auf schwächere Verkehrsteilnehmer wie Velofahrer oder Fussgänger?
- Korrektes und sinnvolles Überholen: Wie sieht dein Timing aus? Befolgst du die Abläufe der Blicktechnik richtig?
- Bei besonderen Verhältnissen: Kannst du dein Fahrverhalten auf Autobahnen und Autostrassen bewusst und situationsgerecht anpassen – zum Beispiel, wenn sich vor einem Tunnel eine Kolonne bildet oder du bei Stau eine Rettungsgasse bilden musst?
- Beachtest du die Signale und Bodenmarkierungen sowie die polizeilichen Weisungen – zum Beispiel, wenn du an einer Kreuzung vor einer Einbahnstrasse stehst?
- Selbständiges Fahren nach Wegweisern: Biegst du auch links ab, weil nur links möglich ist? Hältst du beim Stopp, ohne zu rollen? Folgst du dem Fahrverbot und drehst korrekt um?
- Kannst du das Fahrzeug in der Steigung bzw. im Gefälle auch richtig sichern?
Wenden mit Benützen einer Einfahrt: Weisst du, wie das korrekt abläuft?
Dann ist das Wenden und das Parkieren besonders gefragt – sei es vorwärts und rückwärts zwischen Fahrzeugen, die im rechten Winkel stehen oder schräg oder parallel zum Fahrbahnrand. Kannst du dabei die Manöver so ausführen, dass du den Verkehr nicht behinderst und zweckmässige Korrekturen anwendest?
Welche Fragen stellt der Prüfer bei der praktischen Prüfung?
Seit 1. Juli 2025 werden die Kenntnisse zu Fahrerassistenz- und Automatisierungssystemen geprüft. Der Experte kann Fragen zur Sicherheitskontrolle und Technik des Fahrzeugs stellen, z.B. zum Reifendruck, Ölstand, zur Beleuchtung oder den Bremsen.
Was nützen Fahrerassistenzsysteme? Antworten mit Smartrider.
Fahrerassistenzsysteme (FAS) sind elektronische Helfer in Fahrzeugen, welche die Fahrerinnen und Fahrer beim Lenken, Bremsen und/oder Beschleunigen unterstützen. Diese Systeme erhöhen bei korrekter Anwendung deine Sicherheit oder deinen Komfort während der Fahrt und können Unfälle verhindern.
Bereits heute liessen sich beispielsweise viele Auffahrunfälle verhindern, wenn alle Autos mit einem Notbremsassistenten ausgerüstet wären.
Der Smartrider der BFU zeigt, welche technischen Helfer dich dabei unterstützen, unfallfrei ans Ziel zu kommen.
Was sind die häufigsten Fehler bei der praktischen Prüfung?
Typische Fehler sind mangelnde Vorbereitung, unsicheres Verhalten in kritischen Situationen, Missachtung von Verkehrsregeln, Probleme beim Manövrieren (z.B. Einparken) und fehlender Schulterblick.
Sicherheitsrelevante Fehler (oft Abbruch-Kriterium)
- Schulterblick vergessen: Besonders kritisch beim Fahrstreifenwechsel, Abbiegen und Überholen.
- Vorfahrt missachtet: Nicht anhalten bei Stoppschildern oder falsche Einschätzung von Kreuzungen.
- Gefährdung anderer: Zu dichtes Auffahren (2-Sekunden-Regel), Übersehen von Radfahrern/Fussgängern.
- Rote Ampel überfahren oder über eine durchgezogene Linie fahren.
Bedienungsfehler & Fahrverhalten
- Geschwindigkeit: Zu schnell (bes. in 30er-Zonen) oder zu langsam fahren.
- Spurhaltung: Fahren zu weit rechts/links oder in Schlangenlinien.
- Ruckartiges Fahren: Unruhiges „Stop-and-Go“ oder zu abruptes Anfahren/Bremsen.
- Mangelhafte Kontrolle: Fehlerhafte Nutzung von Blinker, Handbremse, Licht.
Allgemeine Fehler
- Nervosität: Führt oft zu den oben genannten Fehlern.
- Mangelnde Vorbereitung: Unkenntnis des Prüfungsablaufs oder Technikfragen.
- Ablenkung: Nutzung des Smartphones.
Spezifische Manöver
- Parkieren/Rückwärtsfahren: Unsichere Ausführung, zu viele Korrekturen, auf den Gehweg geraten. Rundumblick fehlt. Nur Parkkamera angeschaut.
- Linksabbiegen: Unsicherheit, falsche Bogenausführung. Zweiter Schulterblick vergessen.
- Bus-Situation: Fehlerhafte Reaktion auf Busse mit Warnblinklicht
Ich habe die zweite Führerprüfung nicht bestanden. Was nun?
Bei einer dritten Fahrprüfung ist eine schriftliche Bestätigung deiner Fahrlehrerin bzw. deines Fahrlehrers nötig, damit deine Prüfungsreife bestätigt wird.
Ich habe die dritte Führerprüfung nicht bestanden. Was nun?
Wer die Führerprüfung dreimal nicht besteht – trotz der abgeschlossenen Ausbildung – benötigt einen psychologischen Fahreignungstest (FET), das ihm bescheinigt, für den Strassenverkehr geeignet zu sein.
Dieses Gutachten berechtigt dich zur vierten und letzten Autoprüfung.
Nach einer vierten, negativen praktischen Führerprüfung wird dein Lernfahrausweis einbehalten.
Das Strassenverkehrsamt verfügt eine Sperrfrist von zwei Jahren.
Nach der Wartefrist kannst du einen neuen Lernfahrausweis beantragen und beginnst wieder mit der „ersten“ Prüfung.
Wie funktioniert der Fahreignungstest (FET)?
Du machst den Test an einem Computer. Getestet werden Fähigkeiten, die du für das Lenken eines Fahrzeugs brauchst.
Zum Beispiel: Deine Wahrnehmung mit den Augen, deine Aufmerksamkeit, deine Konzentrationsfähigkeit, dein Reaktionsverhalten, dein Auge-Hand-Koordination und deine Belastbarkeit.
Was muss ich beim Fahreignungstest (FET) beachten?
- Brille oder Kontaktlinsen, falls nötig.
- Kein Alkohol- oder Drogenkonsum (gilt auch für Beruhigungsmittel).
- Pünktliches Erscheinen.
- Bei Krankheit oder Übermüdung besser einen neuen Termin vereinbaren.
- Eine ausgeruhte und gesunde körperliche Verfassung ist Grundvoraussetzung.
Wo mache ich den Fahreignungstest (FET)?
Du machst den Fahreignungstest FET am Institut für Angewandte Psychologie (IAP) in Zürich.
Du machst den beim Verkehrsmedizinisches Zentrum Thurgau.
Fragen zum WAB-Kurs, Führerausweis auf Probe, militärische Fahrzeugführer:innen, Fahrberechtigung annulliert.
Was ist ein WAB-Kurs?
Ein WAB-Kurs (Weiterausbildung) dauert einen Tag (ca. 7-8 Stunden) und muss innerhalb von 12 Monaten nach der bestandenen praktischen Führerprüfung absolviert werden, um den definitiven Führerausweis zu erhalten; er beinhaltet Theorie und Praxis für Notfallsituationen, oft auch als Schleuder- oder Fahrsicherheitstraining bekannt.
Wo finde ich in der nähe einen WAB-Kurs?
Einen passenden WAB-Kurs in der Nähe findest du hier beim Kursveranstalter-Zweiphasen.
Muss ich den WAB-Kurs mit dem PW oder dem Motorrad besuchen?
Der Kurs ist auf die Kategorien A oder B ausgerichtet, um eine möglichst effiziente Durchführung zu ermöglichen. Die Teilnehmergruppen bestehen daher entweder ausschliesslich aus PW-Fahrenden oder aus Töff-Fahrenden.
Wenn du aber den Führerausweis auf Probe der Kategorien A und B besitzt, kannst du wählen, ob du den WAB-Kurs mit einem Motorrad der Kategorie A oder einem PW besuchen möchtest (Art. 27a Abs. 2 VZV).
Muss ich den WAB-Kurs mit dem eigenen Fahrzeug besuchen?
Der Kurs soll grundsätzlich mit dem eigenen Fahrzeug besucht werden.
Wenn dir privat kein Fahrzeug zur Verfügung steht, kann der Kursveranstalter ein Kursfahrzeug zur Verfügung stellen. (Art. 27a Abs. 4 VZV)
Was passiert, wenn mir der Führerausweis auf Probe entzogen wird?
Beim ersten Mal wird die Probezeit zusätzlich um ein Jahr verlängert. (Art. 35 VZV)
Nach dem zweiten Mal wird die Fahrberechtigung annulliert. (Art. 35a VZV)
Kann ich nach der Annullierung des Führerausweises auf Probe wieder einen Führerausweis beantragen?
Ja, (Art. 35b VZV) ein neuer Lernfahrausweis wird aber frühestens nach einer Wartezeit von mindestens einem Jahr seit Begehung der Widerhandlung und dem Nachweis der Fahreignung durch ein verkehrspsychologisches Gutachten ausgestellt (Art. 15a Abs. 5 SVG und Art. 11 Abs. 4 VZV)
Hat die Annullierung des Ausweises auch zwangsläufig die Annullierung bzw. den Entzug eines allfällig vorhandenen Lernfahrausweises der Kat. A zur Folge?
Ja. Nach Art. 35b VZV muss die Person ein Gesuch um einen Lernfahrausweis stellen, wer nach der Annullierung des Führerausweises auf Probe Motorfahrzeuge führen will.
Die Sperrfrist ergibt sich aus Art. 15a Abs. 5 SVG: Ein neuer Lernfahrausweis kann frühestens ein Jahr nach Begehung der Widerhandlung und nur aufgrund eines verkehrspsychologischen Gutachtens erteilt werden, das die Eignung bejaht.
Was passiert beim zweiten Entzug bei der Probezeit?
Alles muss neu gemacht werden: verkehrspsychologisches Gutachten, Lernfahrausweis, Führerprüfung, WAB-Kurs und Probezeit.
Wie sieht es mit dem militärischen Führerausweis aus?
Umschreibung auf den zivilen Ausweis:
Militärische Fahrzeugführer:innen, die ihre Ausbildung in der Armee absolvieren, erhalten nach erfolgreich absolvierter Prüfung den zivilen Führerausweis mit den integrierten militärischen Fahrberechtigungen.
Die vor dem 01.04.2003 ausgebildeten militärischen Fahrzeugführer:innen behalten ihren rosa Ausweis, der weiterhin gültig bleibt.
Inhaber eines bisherigen militärischen Ausweises mit der Auflage „Im Zusammenhang mit dem Reparaturdienst“ oder „Werkintern“ haben kein Anrecht auf die prüfungsfreie Ausstellung eines zivilen Führerausweises.
Wie fülle ich das Unfallprotokoll richtig aus? Die besten Tipps für Autofahrer
Ein Autounfall ist immer eine stressige Situation. Umso wichtiger ist es, das Unfallprotokoll richtig und vollständig auszufüllen. Es hilft, den Hergang klar festzuhalten und spätere Missverständnisse mit der Versicherung zu vermeiden. Hier findest du die wichtigsten Tipps, damit im Ernstfall alles reibungslos abläuft.
1. Unfallprotokoll immer griffbereit haben
Bewahre das Unfallprotokoll zusammen mit einem Kugelschreiber im Auto auf. So hast du im Notfall alles parat. Einige Felder – etwa deine persönlichen Daten, Versicherungsinformationen und Fahrzeugangaben – kannst du bereits im Voraus zu Hause ausfüllen.
2. Protokolle je nach Anzahl der Fahrzeuge
Je nach Anzahl der beteiligten Fahrzeuge müssen mehrere Protokolle ausgefüllt werden.
- Bei zwei Fahrzeugen reicht ein Protokoll.
- Bei drei Fahrzeugen sind zwei Protokolle nötig usw.
Im Formular ist auch vermerkt, wer welchen Durchschlag erhält.
3. Deutlich und objektiv schreiben
Fülle alle Angaben gut lesbar mit einem Kugelschreiber aus. Achte darauf, objektiv, genau und eindeutig zu formulieren.
Ergänze deine Angaben um relevante Details wie:
- Wetter- und Strassenbedingungen
- Zeugen des Unfalls
- Besondere Umstände (z. B. Baustellen, Hindernisse etc.)
4. Unfallhergang und Skizze
Unter Punkt 12 kannst du durch Ankreuzen den Unfallhergang verdeutlichen – etwa, ob es sich um einen Auffahrunfall handelt.
Nutze ausserdem die Möglichkeit, eine Skizze anzufertigen und Fotos beizufügen. Das erleichtert die spätere Schadenabwicklung erheblich.
5. Meinungsverschiedenheiten dokumentieren
Solltest du und der andere Fahrer unterschiedliche Ansichten zum Unfallhergang haben, vermerke sie das unter Punkt 14 («Eigene Bemerkungen»). So sind alle Aussagen transparent festgehalten.
6. Unterschriften korrekt leisten
Alle Beteiligten müssen das Protokoll unterschreiben.
Wichtig:
Diese Unterschrift bestätigt nur die Angaben, nicht eine Haftung.
Unterschreibe niemals ein leeres Formular und lasse keine Felder, die dich betreffen, von anderen ausfüllen.
7. Nachträgliche Änderungen vermeiden
Ändere das Unfallprotokoll nicht nachträglich. Änderungen könnten bei der Versicherung Probleme verursachen und deine Ansprüche gefährden.
8. Protokoll für die Schadenmeldung verwenden
Nutze deine Kopie des Unfallprotokolls, um den Schaden unverzüglich an deine Versicherung zu melden. So sorgst du für eine schnelle und reibungslose Bearbeitung.
Fazit
Ein korrekt ausgefülltes Unfallprotokoll schützt dich vor Missverständnissen und Streitigkeiten. Mit ein wenig Vorbereitung und einem klaren Kopf im Ernstfall bist du bestens gewappnet – und deine Versicherung kann den Schaden schnell und korrekt bearbeiten.
Die häufigsten Fragen zur Kontrollfahrt Kategorie B
Was ist eine Kontrollfahrt?
Die Kontrollfahrt ist ähnlich wie eine Fahrprüfung. Sie zeigen, dass du die Verkehrsregeln kennst und ein Auto sicher fahren kannst.
Die Kontrollfahrt kann auch angeordnet werden, um zu klären, ob eine auffällig gewordene Fahrzeug führende Person noch geeignet zum Lenken eines Motorfahrzeugs ist.
Angewandt wird diese Kontrollfahrt bei Personen mit ausländischem Führerausweis, bei Senioren oder bei Fahrzeug führenden mit medizinischen Einschränkungen.
Was sind die Voraussetzungen für das Bestehen der Kontrollfahrt?
Bei der Kontrollfahrt wird das verkehrsgerechte Fahren anhand folgender Punkte geprüft:
- Einwandfreie Fahrzeugbedienung
- Situativ korrektes Einspuren
- Kenntnisse der allgemeinen Verkehrsregeln
- Kenntnisse der Vortrittregelung
- Verhalten im Verkehr
- Vorausschauende und gleichmässige Fahrweise
- Fahren nach Wegweiser
- Fahren auf Autobahnen und Autostrassen
- Das sichere Absolvieren von min. zwei der insgesamt sechs Manöver
- Absolvieren einer Notbremsung
Wann ist eine Kontrollfahrt notwendig?
Wenn Zweifel an deiner Fahreignung aufgrund von medizinischen Gründen bestehen.
- Bei dir konnte die Fahreignung im Rahmen der bisherigen medizinischen Untersuchung nicht definitiv geklärt werden.
- Es bestehen altersbedingte Zweifel an der Fahrkompetenz /-eignung.
Die Fahrt zur Überprüfung der Fahreignung wird von einem Verkehrsexperten des Strassenverkehrsamtes zusammen mit einem darauf spezialisierten Arzt durchgeführt.
Der Verkehrsexperte ist für die Fahrt zur Überprüfung der Fahreignung verantwortlich und beobachtet deine technischen Fertigkeiten, der Arzt erfasst die medizinisch relevanten Verhaltensweisen.
Du besitzt einen ausländischen Führerausweis.
- Dann musst du eine Kontrollfahrt absolvieren, um nach bestandenem Test den schweizerischen Führerausweis zu erhalten.
- Die Fahrt wird allein mit einem Verkehrsexperten des Strassenverkehrsamtes als Beifahrer in deutscher Sprache absolviert.
In allen Fällen: Die Kontrollfahrt ist eine Prüfung!
- Ich empfehle daher dringend vor der Anmeldung ein paar Fahrstunden zu nehmen, um dein Wissen und Können auf den neusten Stand zu bringen.
- Um etwaige Verzögerungen bei einem Führerscheinwechsel zu vermeiden, sollte die Kontrollfahrt innerhalb von 12 Monaten nach Erhalt der Niederlassungsbewilligung absolviert werden.
- Die Kontrollfahrt zur Überprüfung der medizinischen Fahreignung sollte innerhalb von 6-8 Wochen nach der verkehrsmedizinischen Untersuchung stattfinden.
- Die Kontrollfahrt dauert 45-60 Minuten.
Wie lange hat man Zeit, um die Kontrollfahrt zu absolvieren?
Die Kontrollfahrt muss innerhalb von drei Monaten nach Einreichung des Gesuchs absolviert werden.
Kann ich die Auto Kontrollfahrt mit Automatikgetriebe absolvieren?
Ja. Nach bestandener Kontrollfahrt kannst du auch auf manuell geschalteten Fahrzeugen weiterfahren.
Wie ist der Ablauf einer Kontrollfahrt?
Vergleiche dazu auch die Richtlinien Nr. 19a der Vereinigung der Strassenverkehrsämter über die Kontrollfahrt für Seniorinnen und Senioren oder aus medizinischen Gründen angeordnete Kontrollfahrt. Diese Richtlinien bezwecken eine einheitliche Durchführung und Beurteilung der Kontrollfahrten.